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Firstwood® Holz – leichte und problemlose Verarbeitung

Die Bearbeitung mit Standardwerkzeugen ist bei Firstwood® Holz kein Problem. Ganz im Gegenteil – Lebensdauer und Wartungsabstände der meisten Werkzeuge können beim Be- und Verarbeiten von thermisch modifiziertem Holz wesentlich gesteigert werden: Verschmutzung durch Harze sind ausgeschlossen, der Widerstand, der normalerweise bei der Verarbeitung durch innere Spannungen im Holz besteht, ist erheblich reduziert.

Wegen der veränderten physikalischen Eigenschaften müssen lediglich einige grundlegende Hinweise beachtet werden. So ist es bei allen Verarbeitungen besonders wichtig, ein dichtes und effektiv arbeitendes Absaugsystem einzusetzen. Aufgrund der geringen Holzfeuchte von Firstwood® Holz ist der Holzstaub im Vergleich zu unbehandeltem Holz erheblich feiner, leichter und trockener.

Sägen

Für das Sägen von thermisch veredeltem Holz eignen sich am besten dicht bezahnte Sägeblätter aus Hartmetall. Mit entsprechend hohen Blattgeschwindigkeiten werden fehlerfreie und präzise Resultate erzielt. Innere Spannungen sind bei Firstwood® Holz nahezu ausgeschlossen, so dass der Widerstand beim Sägen reduziert ist. Beschädigung des Werkzeugs durch Verdrehen des Holzes während der Verarbeitung gehören so der Vergangenheit an.

Fräsen

Das Fräsen von thermisch behandeltem Holz lässt sich mit der Bearbeitung von harten beziehungsweise spröden Laubhölzern vergleichen. Daher sollte insbesondere beim Ein- und Austritt der Fräser mit höchster Sorgfalt gearbeitet werden.

Hobeln

Für eine optimale Hobelleistung sollte man das Brett vor der Profilierung mit Abrichte oder Säge egalisieren. Beste Hobelergebnisse werden mit Messern aus Hartmetall und Material mit paralleler Sägerichtung zur Holzfaser erzielt. Der Einzugsrolldruck muss entsprechend den Härteeigenschaften von Firstwood® Holz reguliert werden. Je nach Nutzungsobjekt sollte die sogenannte sichtbare Seite des Holzes die Hobeloberfläche sein.

Schleifen

Die Oberflächenqualität von thermisch veredeltem Holz ist nach dem Hobeln und Fräsen in der Regel sehr glatt und hochwertig. Daher ist im Unterschied zu unbehandeltem Holz das Schleifen meist nicht notwendig.

Bohren

Beim Bohren von Firstwood® Holz sollten HSS-Bohrer eingesetzt werden. Der Abtransport der Holzspäne ist geringfügig erschwert, denn sie sind feiner und trockener als bei unbehandeltem Holz. Die Vorschubgeschwindigkeit sollte entsprechend angepasst werden.

Befestigung

Firstwood® Holz ist spröder als unbehandeltes Holz. Um Beschädigungen durch Schrauben oder Nägel zu vermeiden, sollte bei dünnen Dimensionen stets vorgebohrt werden. Als Befestigungsmaterial empfiehlt sich insbesondere im Außenbereich rostfreier Edelstahl. Durch die erhöhte Formstabilität von thermisch veredeltem Holz ist die Maßhaltigkeit höher. Dies erlaubt das Planen und Bauen von Verbindungen mit kleineren Toleranzen.

Klebstoffe

Grundsätzlich muss beim Verkleben auf richtige Arbeitsverhältnisse wie die Temperatur des Holzes, den Feuchtigkeitsgehalt und die Sauberkeit der Oberfläche geachtet werden. Zudem sollten die speziellen Anweisungen und Empfehlungen der Klebstoffhersteller beachtet werden.

Für das Verkleben von Firstwood® Holz eignen sich beispielsweise 1- und 2-Komponenten-PVAC-Klebstoffe, 1- und 2-Komponenten-Plyurethanklebstoffe (PU), Resorzinphenolklebstoffe (RF) und Emulsionspolymer-Isozyanatklebstoffe (EPI).

Bei der Verwendung von Resorzinphenolklebstoffe (RF) oder Emulsionspolymer-Isozynatklebstoffe (EPI) sind keine weiteren Verarbeitungshinweise zu beachten. Chemisch härtende Kebstoffe trocknen in normaler Zeit.

Bei der Verwendung von 1- und 2-Komponenten-PVAC-Klebstoffe muss eine längere Trocknungszeit einkalkuliert werden, da Klebstoff und Wasser vom Holz aufgenommen werden müssen. Diese Eigenschaft ist jedoch durch den thermischen Veredelungsprozess gezielt verlangsamt. Bei PU-Klebstoffen muss berücksichtigt werden, dass die Härtungsreaktion die Anwesenheit von Wasser als Katalysator voraussetzt. Das Wasser kann aus dem Holz oder der umgebenden Luft absorbiert werden. Alternativ kann man das Holz befeuchten.

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